Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen (HAWK) hat mit ihrem Beitrag „Fördern für die Zukunft – Das HAWK-Förderkreislauf-Modell“ den Wettbewerb „Deutschlandstipendium Stories“ des Stifterverbandes gewonnen. Die Auszeichnung wurde von Andrea Frank, stellvertretende Generalsekretärin des Stifterverbandes, überreicht. Stellvertretend für das Team Deutschlandstipendium nahmen Daniela Zwicker und Kerstin Wagner den Preis entgegen.
Die Auszeichnung würdigt nicht nur kreative Kommunikationsideen, sondern insbesondere die strategische Weiterentwicklung des Deutschlandstipendiums an der HAWK. Seit 2017 verfolgt die Hochschule einen konsequenten Ansatz, der Förderung nicht allein finanziell versteht, sondern als langfristige Verantwortungsgemeinschaft zwischen Studierenden, Fördernden, Alumni und Hochschule.
„Förderung endet nicht – sie verbindet.“ Dieser Gedanke bildet das Leitmotiv des HAWK-Förderkreislauf-Modells. Dahinter steht die Überzeugung, dass erfolgreiche Förderung weit mehr bedeutet als einzelne Akquisegespräche oder kurzfristige finanzielle Unterstützung. Vielmehr braucht nachhaltiges Fundraising Beziehungsarbeit, strategische Kommunikation und eine klare Haltung.
Im Mittelpunkt der Wettbewerbseinreichung standen drei zentrale Fragestellungen: Wie erreicht man Talente, die sich selbst nicht als „förderwürdig“ sehen? Wie wird Wirkung für Fördernde sichtbar? Und wie entstehen Bindungen über die Förderdauer hinaus?
Die HAWK beantwortet diese Fragen mit einem ganzheitlichen Förderkreislauf: „Gefördert werden. Wirken. Weitergeben.“ Studierende werden frühzeitig ermutigt, ihr Potenzial zu erkennen und sich zu bewerben – insbesondere jene, die häufig Hemmungen oder Zweifel mitbringen. Dafür setzt die Hochschule gezielt auf persönliche Ansprache, Peer-to-Peer-Kommunikation und ein breites Netzwerk interner Multiplikatorinnen. Mit dem „BE PART“-Buddy-Programm begleiten aktive und ehemalige Stipendiatinnen neue Bewerber*innen und schaffen niedrigschwellige Zugänge zur Förderung.
Auch die Sichtbarkeit von Wirkung ist Teil der strategischen Arbeit. Über LinkedIn-Kampagnen, Storytelling-Formate und ein digitales Spendenbarometer macht die HAWK nicht nur Förderzahlen sichtbar, sondern erzählt Geschichten von Entwicklung, Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement. Fördernde werden aktiv in die Kommunikation eingebunden und erleben konkret, wie ihre Unterstützung Bildungswege verändert.
Darüber hinaus setzt die Hochschule seit Jahren auf ein ideelles Begleitprogramm, das Begegnungen zwischen Stipendiatinnen, Alumni und Fördernden ermöglicht. Netzwerkveranstaltungen, persönliche Beziehungspflege, Jubiläumsbesuche sowie langfristige Alumni-Einbindung sorgen dafür, dass Förderung nicht mit dem Ende der Förderphase endet. Stattdessen entsteht ein sich selbst verstärkendes Netzwerk, in dem ehemalige Geförderte Verantwortung weitertragen und selbst zu Botschafterinnen werden.
Die HAWK versteht das Deutschlandstipendium damit als Zukunftsmodell – nachhaltig, übertragbar und wirksam. Das Preisgeld soll genutzt werden, um den Förderkreislauf weiter auszubauen, unter anderem durch professionelle Storytelling-Formate, Community-Veranstaltungen und die Sichtbarkeit von „15 Jahre – 15 Geschichten“ aus dem Deutschlandstipendium an der HAWK.
Mehr zum Wettbewerb und die anderen Auszeichnungen: https://servicezentrum-deutschlandstipendium.de/deutschlandstipendium-stories