Die Studienvertiefung KiMta, die sich über vier bis fünf Semester der Bachelor-Studiengänge Soziale Arbeit und Kindheitspädagogik erstreckt und Kompetenzen der Primär-, Sekundär- und Tertiärprävention von sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche vermittelt, feiert dieses Jahr ihr 10-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass hatten Prof. Dr. Anna Wittmann und Rosa Berger-Keller ehemalige und aktuelle Studierende sowie Kolleg*innen aus der Praxis und der Hochschule zu einem Fachtag eingeladen, der unter dem Motto „Vom Dunkeln ins Licht“ stand.

KiMSta-Jubiläum an der HAWK

Luiza Buss, Absolventin der Studienvertiefung und Mitglied des Vorbereitungsteams, hatte dieses Motto im Rahmen ihrer Bachelorarbeit entwickelt. Als Metapher bringt es zum Ausdruck, dass Kinderschutz viele Lichter braucht, um das große Dunkelfeld sexualisierter Gewalt zu verkleinern.
Die 80 Plätze des Fachtags waren im Handumdrehen vergeben, wobei mit 35 Personen die größte Gruppe der Teilnehmenden ehemalige Studierende waren, die die Studienvertiefung absolviert haben. Schon beim Ankommen entstand eine besondere Atmosphäre: warm, wertschätzend und getragen von einer spürbaren gemeinsamen Haltung. Die Energie und die „Leuchtkraft“ der Teilnehmenden haben den Raum erfüllt. Den bewegenden Hauptvortrag hielt an diesem Tag Claas Löppmann, ebenfalls Absolvent der HAWK und mittlerweile pädagogischer Leiter der kommunalen Kindertagesstätten der Stadt Walsrode sowie Mitglied im Betroffenenrat der Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung. Im Anschluss an den Vortrag, in den Workshops, der gemeinsamen Mittagspause und den Arbeitsrunden am Nachmittag gab es die Gelegenheit zum Austausch.
Hierbei erfuhren wir, in welchen unterschiedlichen Praxisbereichen der Kinder- und Jugendhilfe die KiMsta-Absolvent*innen heute arbeiten, und es war berührend zu hören, wie engagiert sie dort tätig sind. Viele der persönlichen Berichte der Teilnehmenden haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie das zentrale Ziel der Studienvertiefung erreicht haben: mit fachlicher Klarheit und Handlungssicherheit zur Prävention sexualisierter Gewalt gegen Kinder und Jugendliche beizutragen und Betroffene bei der Verarbeitung des Erlebten wirksam zu unterstützen.
Wir freuen uns, dass sich unsere Absolvent*innen mit uns weiterhin verbunden fühlen und das, was wir ihnen mit auf den Weg gegeben haben, weitertragen. Dass an diesem Tag ein so inspirierendes Miteinander entstehen konnte, war ein Geschenk für alle Beteiligten.